Balkenmäher

Der Balkenmäher ist eine Variante des Rasenmähers, der allerdings auch Getreide und dünne Hölzer schneiden kann, was einen normalen Rasenmäher beschädigen würde. Der Mäher hat seinen Namen vom balkenförmigen Mähwerk, das an die Klingen eines Rasierers erinnert. Dabei fährt eine Reihe von dreieckigen Klingen gegen eine Andere, der Balkenmäher nutzt dasselbe Prinzip wie bei einer Schere.

Beim Schnitt gilt: Je härter das Material, desto schneller müssen die Messer gegeneinander schwingen, damit ein sauberes Abmähen gewährleistet ist. Mähdrescher haben dieselbe Mähvorrichtung, außerdem werden Balkenmäher von Tiermast-Betrieben zur täglichen Futterbeschaffung genutzt. Auch im Gebirge wird das Gerät oft dort eingesetzt, wo andere Maschinen wegen ihrer Größe nicht hinkommen. Wie beim Aufsitzrasenmäher sitzt man beim Betrieb meist auf einem Traktor oder in einer Kanzel. Es gibt aber auch kleinere Modelle mit Handbetrieb.

 

Früher wurde der Mähbalken von einem Tier gezogen, heute gibt es Motoren dafür. In Gallien haben einst Esel einen Kasten über das Feld gezogen, welches das Grundprinzip des Balkenmähers darstellte. Über Greifzähne die vorne am Kasten angebracht waren, sind die Ähren in den Kasten gefallen, wobei das Stroh übrig blieb und nachher vom Vieh abgeweidet wurde. 1826 hat der Pfarrer Patrick Bell die erste Mähmaschine gebaut, die schon nach dem Scheren-Prinzip funktionierte. 1831 hat Cyrus Hall McCormick eine weitere Getreidemähmaschine entwickelt, die mit Sägemessern und Fingern arbeitete, sie ähnelte schon stark aktuellen Balkenmähern. Durch die Weiterentwicklung von Sägeblättern zur Dreiecksklinge konnte erst feineres Gras gemäht werden.

Somit wurde 1851 eine neue Grasmähmaschine vorgestellt. Erst gegen 1963 wurden die Kreiselmähwerke erfunden. Damit konnten die Balkenmäher verbessert und so hergestellt werden, wie man es heute kennt.

 
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