VertikutiererEin Vertikutierer ähnelt vom Aussehen her einem Rasenmäher, erfüllt aber eine gänzlich andere Funktion. Mittels Vertikutierer werden Moos und altes Gras aus der Rasenfläche gerissen, zusätzlich wird der Boden belüftet. Dafür schneidet ein rotierendes Messer senkrecht in den Boden. Dabei sollten Sie beachten, dass die Schnitttiefe zwischen 1 und 2 Zentimeter betragen sollte, keinesfalls mehr. Thomas Mascaro hat 1955 das Vertikutieren erfunden, nachdem er bereits das Aerifizieren erfunden hatte. Beim Aerifizieren wurde lediglich der Boden belüftet.
Wenn man den eigenen Rasen vertikutieren möchte, sollte man einige Dinge beachten: Vorher muss der Rasen gemäht werden, da zu hohes Gras den Vertikutierer blockieren kann. Bei zu stark fortgeschrittenem Wuchs sollte man einen Balkenmäher einsetzen. Es ist ratsam, den Rasen nicht im Frühjahr zu vertikutieren, da er besonders zwischen April und Mai sehr regenerationsfähig ist. Des Weiteren sollte man dem Wetter Beachtung schenken, denn bei Hitze ist es nicht ratsam den Rasen zu vertikutieren, weil dann der Rasen beschädigt wird. Gab es einen besonders trockenen Sommer, kann und sollte man den Vertikutierer Ende August im Schuppen lassen. Nach dem Vertikutieren sollte man den Rasen düngen und eventuell Rasen nach sähen, falls Lücken sichtbar sind. Wenn es oft regnet kann der Rasen einmal im April / Mai vertikutiert werden und ein zweites Mal im Spätsommer. Zusätzlich zu beachten ist, dass der Vertikutierer nicht die Wurzeln schädigt, aber dennoch die Erde anritzt. Somit entfernt der Vertikutierer die unansehnliche, filzige Schicht und lässt den Rasen nach der Regenerationsphase gepflegter erscheinen. Für kleinere Flächen kann der Vertikutierer durch eine handelsübliche, engzahnige Harke ersetzt werden. Diese erfüllt denselben Zweck, auch wenn das Ergebnis nicht so gleichmäßig ist.
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